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Lokales Löbau
17.04.2004


Neusalza-Spremberg

67 Schüler wechseln nach Neusalza-Spremberg

Grund: Mittelschule in Schönbach muss schließen

Insgesamt 67 Schüler werden mit Beginn des neuen Schuljahres von der Mittelschule Schönbach an die Mittelschule in Neusalza-Spremberg wechseln. Darüber informierte Bürgermeister Günter Paulik die Stadträte auf ihrer Sitzung am Donnerstagabend. Der überwiegende Teil der Schönbacher Mittelschüler wird mit Beginn des neuen Schuljahres in Neusalza-Spremberg zum Unterricht gehen. Das ergab eine Befragung der Eltern. Sie ist in Abstimmung mit der Gemeinde und dem Regionalschulamt durchgeführt worden, nachdem feststand, dass der Mittelschulstandort in Schönbach zum Ende des laufenden Schuljahres aufgehoben wird.

Betroffen sind davon die Mädchen und Jungen einer jetzigen siebenten Klasse sowie von zwei achten und zwei neunten Klassen. Insgesamt 67 Schüler haben sich dafür entschieden, nach den Sommerferien in die dann jeweils nächsthöhere Klasse in Neusalza-Spremberg zu wechseln. "Es ist bereits im Vorfeld mit dem Regionalschulamt vereinbart worden, so Bürgermeister Günter Paulik, "dass, wenn eine Klasse komplett wechselt, diese auch als eine Klasse bestehen bleibt."

Das trifft zum Beispiel auf zwei künftige zehnte Klassen zu. Die 30 Schüler gehen dann ab 2004/05 komplett in die Spreestadt. Von den Mädchen und Jungen der künftigen neunten Klasse wollen 28 Schüler in Löbau ihre Schule abschließen und 14 in Neusalza-Spremberg. Die 14 reichen natürlich nicht aus, um eine eigene Klasse zu bilden. Sie werden auf andere aufgeteilt. Von der künftigen achten Klasse wechselt mit 23 Schülern dagegen wieder fast eine geschlossene Klasse nach Neusalza-Spremberg. Bei kompletten Klassen sei es das Ziel, die Klassenleiterin mit zu übernehmen, heißt es.

"Dass sich so viele entschlossen haben, an unsere Schule zu wechseln, ist sicherlich auch ein Verdienst unseres Lehrerkollektivs", sagt Günter Paulik. Fast 380 Kinder und Jugendliche lernen dann an der frisch restaurierten Mittelschule der Stadt. Das Haus II der Bildungseinrichtung wird dadurch voll ausgelastet. Und: "Stolze 43 Anmeldungen haben wir bereits für die neuen fünften Klassen vorliegen", informiert der Bürgermeister.

Zusätzliche Klassenzimmer werden nun noch bis zum neuen Schuljahr geschaffen, so auch beispielsweise ein zweites Computerkabinett. Die Oberlandstadt hat die Anschaffung von neuen Computern extra so lange rausgeschoben wie es ging. Jetzt sollen die Schüler in drei Jahresscheiben neue Geräte erhalten. Dieses Jahr werden über ein Fördermittelprogramm neue Computer für das Haus 1, nächstes Jahr für so genannte Medienecken und im Jahr darauf für das Haus 2 gekauft. "Die moderne Technik wird auch eine Herausforderung an die Pädagogen werden", sagt der Bürgermeister.

Günter Paulik, sein Schönbacher Amtskollege Uwe Petruttis und die beiden Schulleiter haben bereits Gespräche über den Kauf bzw. Verkauf von Unterrichtsmitteln und -möbeln geführt.

Holger Gutte



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